Liturgisch gesehen ist noch die Zeit, in der der auferstandene Herr Jesus bei seinen Jüngern ist, um sie im Glauben an seine Auferstehung zu festigen und sie auf das Kommen des Heiligen Geistes an Pfingsten vorzubereiten. Pfingsten verstehen wir als den Gründungstag der Kirche, die gemäß unserem Glauben Christi Leib ist, gegründet auf dem Fundament der Propheten und seiner Apostel. Sie ist jenes Israel, das den als den verheißenen Messias erkannt hat, der gekommen ist, um sein Volk zu erlösen. Alle, die die Stunde des Heils erkannten und die Gnade Gottes annahmen, traten in den Dienst des Erlösers und wurden so zu Zeugen Christi.
Bis zum Pfingstfest verbleiben uns noch dreißig Tage, in denen es passend ist, einige Betrachtungen über die Kirche einzufügen: die eine, heilige, katholische Kirche, die aus Juden und Heiden hervorgegangen ist und durch die Jahrhunderte hindurch berufen ist, als Lehrerin der Völker das Heil in Christus zu vermitteln.
Gott hat ein großes Werk in Gang gesetzt, um Menschen aus allen Völkern zum Glauben zu führen, sie auf diese Weise zu sammeln und in sein Reich heimzurufen. Es war sein auferstandener Sohn, der seinen Jüngern in Galiläa – wie wir es im Evangelium hören – folgenden Auftrag gab:
