Alles für das Evangelium

 Phil 1,21–30

 Für mich ist Christus das Leben, und das Sterben Gewinn. Wenn aber das Leben im Fleische dazu dient, mein Wirken fruchtbar zu machen, so weiß ich nicht, was ich wählen soll. Ich werde vielmehr von beiden Seiten gedrängt: da ich das Verlangen habe, abzuscheiden und mit Christus zu sein, denn dies ist um vieles besser; im Fleische aber zu bleiben ist notwendig um euretwillen. Und dies weiß ich zuversichtlich, daß ich bleiben und bei euch allen verbleiben werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben, damit euer Frohlocken in Christo Jesu durch mich um so reicher werde durch meine abermalige Hinkunft zu euch. Nur wandelt würdig des Evangeliums Christi, damit ich, sei es, daß ich komme und euch sehe, sei es, daß ich fern bin, von euch höre, daß ihr feststehet in einem Geiste, eines Sinnes, zusammen kämpfend für den Glauben an das Evangelium, und daß ihr euch in Nichts schrecken lasset von den Widersachern; denn dies ist für sie eine Ursache des Verderbens, für euch aber des Heiles, und das von Gott; denn euch ist die Gnade zu Teil geworden für Christus, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, indem ihr denselben Kampf habt, wie ihr ihn an mir gesehen und jetzt von mir höret.  Weiterlesen

Die Priorität des Apostels

Phil 1,12-18

Ich will aber, daß ihr wisset, Brüder, daß meine Lage vielmehr zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen ist, so daß meine Bande in Christus kundgeworden sind bei der ganzen Leibwache und bei allen übrigen und die Mehrzahl der Brüder im Herrn, ermutigt durch meine Bande, es mehr und mehr wagen, ohne Furcht das Wort Gottes zu verkündigen. Einige freilich verkündigen Christus aus Neid und Streitsucht, aber auch andere aus guter Gesinnung, die einen aus Liebe, weil sie wissen, daß ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin; die anderen aber verkündigen Christus aus Streitsucht, nicht aus reiner Absicht, weil sie wähnen, meinen Banden Trübsal zu erwecken. Doch was liegt daran? Wenn nur auf alle Weise Christus verkündigt wird, sei es zum Vorwande, sei es in Wahrheit; darüber freue ich mich, ja, werde ich mich auch ferner freuen.

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Der Philipperbrief: Einleitung (I)

Nach der Serie über die heilige Jeanne d’Arc, gefolgt von zwei Texten aus unserem Archiv der Schriftauslegungen, möchte ich mich gerne der Betrachtung eines weiteren Briefes aus dem Neuen Testament zuwenden. Es handelt sich um den Brief an die Gemeinde in Philippi. Er stammt vom heiligen Paulus, dem geliebten Apostel, dem wir, was die Ausbreitung des Evangeliums betrifft, so viel zu verdanken haben. Er war ein unermüdlicher Arbeiter im Weinberg seines Herrn und hat sogar mehr gearbeitet als die anderen Apostel, wie er selbst bezeugt (1 Kor 15,10).

Seit meiner Bekehrung hege ich eine große Zuneigung zu diesem heiligen Apostel. Es kommen viele Elemente zusammen, die mich an ihm tief beeindrucken und große Dankbarkeit erwecken. Zunächst ist es seine ungewöhnliche Bekehrung von einem Verfolger Christi zu einem Verkünder der Heilsbotschaft (Apg 9,1–9). Mich bewegt die Art und Weise, wie er sein Leben ganz unter den Gehorsam Christi stellte. Weiterhin ist er durch die Ausdauer, die er bei der Verkündigung des Evangeliums und im Aufbau der Gemeinden zeigt, ein großes Vorbild. Wir wissen aus seinem eigenen Mund, welche schweren Lasten er zu tragen hatte (2 Kor 11,23–27), und sind berührt, wie groß seine Liebe zum Herrn war, all dies zu ertragen und nicht aufzugeben.

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Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu: “Die Liebe Jesu”

Mt 11,25-30

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles gegeben worden; niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.

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Fest des Heiligen Apostels Barnabas: “Dem Herrn treu bleiben”            

Apg 11, 21b–26; 13, 1–3

In jenen Tagen wurden viele gläubig und bekehrten sich zum Herrn. Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren und sie schickten Bárnabas nach Antióchia. Als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, dem Herrn treu zu bleiben, wie sie es sich im Herzen vorgenommen hatten. Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn viel Volk hinzugewonnen. Bárnabas aber zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen. Er fand ihn und nahm ihn nach Antióchia mit. Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde und lehrten eine große Zahl von Menschen. In Antióchia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen. In der Gemeinde von Antióchia gab es Propheten und Lehrer: Bárnabas und Símeon, genannt Niger, Lúcius von Kyréne, Mánaën, ein Jugendgefährte des Tetrárchen Heródes, und Saulus. Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Wählt mir Bárnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.

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ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Abschließende Betrachtung« (XII)  

Ich freue mich für und mit jedem, der den zwölf Betrachtungen über die heilige Jungfrau von Orléans gefolgt ist. Es ist nicht das erste Mal, daß ich darüber schreibe, und es wird – so Gott will – auch nicht das letzte Mal sein. Und in der Tat: Jedes Mal, wenn ich über sie schreibe, ist es wie neu. Das hängt damit zusammen, daß es sich bei der Jungfrau von Orléans um eine Gläubige handelt, die eine Mission Gottes durchführte. Diese kann man nie genug verstehen. Ich lade jeden ein, je nach Neigung, frühere Publikationen von mir anzuhören, beispielsweise den Vortrag: »Jeanne d’Arc und die heutige Situation«:  https://www.youtube.com/watch?v=MomWp9xSRow oder das Hörspiel, das zu ihrer Ehre entstanden ist: https://www.youtube.com/watch?v=62OMBIyvqRg

Aus der Überschrift dieser Serie »Zu Ehren der Heiligen Jeanne d’Arc« geht hervor, um was es mir ging. Ich wollte die »Pucelle« ehren, die den schrecklichen Tod der öffentlichen Verbrennung für ihre Mission erlitt. Leider wird das in der Darstellung ihrer Person oft wenig verstanden, und noch weniger, daß zuerst Gott die Ehre gebührt, der durch sie in die Geschichte Frankreichs eingriff und dieses Werk mit ihrer Hilfe vollbrachte. Wenn wir dies vergessen oder es zu sehr in den Hintergrund tritt, dann haben wir das Wesentliche nicht verstanden und wir bleiben in der Betrachtung der Ereignisse um Jeanne d’Arc im Menschlichen befangen.

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ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Jeannes größter Sieg« (XI)  

Was war geschehen mit der heldenhaften Jeanne d’Arc, die so viele Prüfungen bestanden und nie an ihrer Sendung gezweifelt hatte?

Denken wir an den heiligen Petrus. Hat dieser nicht immer wieder Jesus seine Liebe gezeigt? Hatte er nicht alles verlassen, um ihm nachzufolgen? Hatte er nicht gesagt, daß er für Jesus sterben wolle? Und was geschah dann? Wir wissen es. In der Stunde der Gefahr verleugnete er Jesus und bereute es dann bitterlich.

Wie war es bei Jeanne?

Einige Tage nach ihrem Widerruf kam Bischof Cauchon mit einigen Begleitern zu ihr ins Gefängnis.  Er fragte sie, ob sie seit Donnerstag, dem Tag ihres Widerrufs, ihre Stimmen gehört habe.

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