Zurückgekehrt zu den biblischen Texten, die uns durch die Fastenzeit begleiten, hören wir zunächst von der Idolatrie der Israeliten. Sie hatten sich ein Goldenes Kalb gemacht und Mose mußte die Worte des Herrn hören:
“Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten heraufgeführt hast, läuft ins Verderben. Schnell sind sie von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Sie haben sich ein Kalb aus Metall gegossen und werfen sich vor ihm zu Boden. Sie bringen ihm Schlachtopfer dar und sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben. Weiter sprach der Herr zu Mose: Ich habe dieses Volk durchschaut: Ein störrisches Volk ist es. Jetzt laß mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und sie verzehrt. Dich aber will ich zu einem großen Volk machen.” (Ex 32,7–10)
Immer wieder gerieten die Israeliten im Laufe ihrer Geschichte in die Gefahr, falschen Göttern zu huldigen. Nicht zuletzt deshalb wollte Gott sie von den anderen Völkern absondern, damit sie nicht in den Götzendienst geraten, der vor Gott ein Greuel ist. Die Heilige Schrift macht deutlich, daß diese “falschen Götter” im Gegensatz zu Gott stehen. Vom Heiligen Paulus wissen wir, daß sich hinter den Götzen Dämonen verbergen, die die Menschen täuschen wollen (vgl. 1 Kor 10,19–20). Sie tun auch heute ihre Arbeit, um die Menschen von der Erkenntnis Christi abzuhalten.
