Heiliger Geist, man sagt von Dir, daß Du ein freundlicher und menschenliebender Geist bist, und daß eine der Früchte, welche Du in der menschlichen Seele wachsen läßt, die Freundlichkeit ist.
Die Freundlichkeit ist eine angenehme Haltung des Menschen, durch die man leicht die anderen gewinnt und ihnen das Gefühl gibt, geliebt und anerkannt zu sein. Und wenn diese Freundlichkeit ohne Falsch ist – was sie ohne Zweifel ist, wenn sie als eine Frucht Deines Wirkens in der Seele ausreift – dann ist sie eine Sonne im Leben des Menschen. Sie spiegelt jene Haltung wider, mit der uns Gott begegnet, denn Gott will nicht nur, daß wir ihn als unseren Vater erkennen, sondern er möchte auch unser vertrauter Freund sein.
Jesus bezeichnet seine Jünger als seine Freunde (vgl. Joh 15,15), und so behandelt er sie auch. Sein Herz ist ihnen zugewandt, er bejaht sie – was ihn jedoch nicht daran hindert, ihnen auch ihre Fehlhaltungen zu verdeutlichen, um sie tiefer mit der Liebe Gottes zu verbinden.
