MITTWOCH DER OSTEROKTAV: »Es ist der Herr!«        

“Meine Kinder, habt ihr etwas zu essen?(Joh 20,5) fragte Jesus seine Jünger, als er sich ihnen zum dritten Mal am Ufer des Sees von Tiberias offenbarte.

Wieder erkannten sie ihn zunächst nicht, und Jesus wählte einen Weg, wie sie ihn leicht erkennen konnten. Sie waren ja Fischer, die von Jesus erwählt wurden, Menschenfischer zu werden. Doch zunächst mußten sie erkennen, daß er tatsächlich von den Toten auferstanden war. Diese Wirklichkeit mußte sich tief in sie einsenken, denn diese Botschaft der Auferstehung sollten sie in die Welt hinaustragen. Da durfte es keine Unsicherheit geben und die Augen mußten ihnen ganz aufgetan werden.

“Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr etwas bekommen!(Joh 20,6), heißt er sie.

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DIENSTAG DER OSTEROKTAV: »Ich bin es, fürchtet euch nicht!«         

“Friede sei mit euch! (…) Ich bin es, fürchtet euch nicht!(Lk 24,36)

So sprach der auferstandene Herr zu seinen Jüngern, als er mitten unter sie trat. Sie glaubten es noch nicht und waren voller Furcht und Schrecken. Wer war dieser? Die Augen waren ihnen noch nicht aufgegangen. Sie konnten den Auferstandenen nicht erkennen.

War er etwa ein Geist? Nein, es war der Herr! Es war niemand anderes als der, dem sie gefolgt waren, mit dem sie drei Jahre unterwegs gewesen waren, der mit ihnen gegessen und getrunken hatte, der vor ihren Augen Wunder getan und der sie in aller Weisheit unterwiesen hatte. Aber sie konnten ihn noch nicht erkennen. War es doch ein Geist?

Nein, ihr geliebten Jünger des Herrn! Es ist kein Geist, keine Einbildung, keine Bedrohung oder List des Teufels! Nein, nein! Es ist der Herr! Hört, was er euch sagt:

“Warum erschreckt ihr? Seht meine Hände und meine Füße. Ich bin es. Tastet und überzeugt euch, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Gebein, wie ihr es an mir seht. (Lk 24,38–39)

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OSTERSONNTAG: Das leere Grab

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Maria aus Magdala, die dem Herrn auch im Tod unbedingt ihre Liebe bezeugen will, eilt schon vor Anbruch des Tages zum Grab. “Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben!” (Joh 20,13), ruft sie aus, als sie sieht, daß der Stein vom Grab weggenommen war, und man spürt ihren Schmerz darüber. Läßt man nicht einmal mehr die Toten in Ruhe! Wo ist ihr Herr?

Und der Herr zeigt sich ihr. Zuerst erkennt sie ihn nicht. Als Jesus sie aber bei ihrem Namen rief, “da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister!”  (Joh 20,16). Sie darf ihn noch nicht berühren (Joh 20,17), doch ist sie die erste Botin der Auferstehung.

“Der Herr ist auferstanden von den Toten! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!”

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KARSAMSTAG: Trauer um den Herrn

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Trauer um den Herrn. Trauer um die Menschen, die ihren Erlöser nicht erkannt und ihn gekreuzigt haben. Trauer der Gottesmutter um ihren geliebten Sohn. Trauer – und auch Ratlosigkeit bei den Jüngern: “Wir aber hatten gehofft, daß er der sei, der Israel erlösen werde.” (Lk 24,21)

Der Herr jedoch steigt hinab in die Unterwelt, zu jenen, die noch auf die Erlösung warten, und schenkt auch dort seine Liebe. Das alles bleibt uns Sterblichen verschlossen, und wir nehmen es im Glauben auf.

Es ist der Tag, an dem der Altar nackt und unbedeckt bleibt, der Tabernakel offen und leer. Es ist der einzige Tag, an dem das Heilige Opfer nicht zum Thron des Allerhöchsten aufsteigt. Es ist, als ob der ganze Kosmos sich in Trauer hüllen und mit der Gottesmutter weinen würde…

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KARFREITAG: Aus Liebe erlöst

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Judas hat seinen Verrat vollendet und Jesus wird gefangengenommen. Das geschieht, nachdem der Herr in Gethsemane das Leiden aus der Hand des Vaters entgegengenommen und zu all dem, was nun vor ihm liegt, sein Ja gesprochen hat.

Ein Ja, das durch Angst und Todesschmerz hindurchging. Ein Ja, nachdem er seinen Vater zuvor gebeten hatte, dieser Kelch möge doch an ihm vorübergehen (vgl. Mt 26,39-44). Ein Ja der ganzen Hingabe an den Vater. Ein Ja aus Liebe zu uns Menschen.

Jetzt überläßt er sich ganz dem Leiden, das er für unsere Erlösung trägt. Er setzt sich all der Verspottung und Erniedrigung, all der Herzlosigkeit, all den Beleidigungen aus, denen er nun begegnet. Der ganze Hass der Finsternis breitet sich über ihm aus, die schreckliche Dunkelheit der Sünde mit ihrer furchtbaren Gottesferne.

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GRÜNDONNERSTAG: Dienst und Hingabe unseres Herrn

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“Jesus stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goß er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.” (Joh 13,4-5)

Welch große Liebe offenbart sich uns an diesem Tag! Welch außergewöhnlichen Gesten begegnen wir: Der Herr des Himmels und der Erde wäscht seinen Jüngern die Füße und eröffnet ihnen noch tiefer das Verständnis, wie es aussieht, wenn man in seine Nachfolge eintritt. Es geht um das Dienen: Gott in seiner unendlichen Liebe dient dem Menschen und ruft uns in denselben Dienst.

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