”Du Heiliger Geist, Du Kuß des Vaters und des Sohnes, Du süßester und innigster Kuß” (hl. Bernhard von Clairveaux), wir wollen Dich besser kennen und lieben lernen! Steige deshalb hinab in unsere Seelen, “gleich der Sonne, die alles, wo sie kein Hindernis findet, erhellt. Dringe wie ein Flammenpfeil bis zur tiefsten Stelle unserer Seele vor. Du ruhst nicht in stolzen Herzen und hohen Geistern; vielmehr schlägst Du Deine Wohnung in demütigen Seelen auf” (hl. Maria Magdalena von Pazzi).
Erleuchte uns in diesen Tagen, in denen wir das Hochfest Deines Kommens vorbereiten, Du, der Du unser Tröster und Lehrer bist, der Bräutigam unserer Seelen, derjenige, der uns heilig macht.
„Die Liebe ist langmütig” (1 Kor 13,4)
Die Langmut ist eine der wunderbaren Früchte, welche in jenen Seelen heranreift, die auf Dich hören und auch auf langen Strecken nicht den Mut verlieren. Sie ist der Geduld ähnlich, aber noch stärker auf die Güter des Geistes bezogen. Sie trägt die Beharrlichkeit und Ausdauer in sich und macht die Seele stark und leidensfähig. So wächst sie als Frucht einer innigen Beziehung mit Dir. Sie ist göttlicher Natur, wie es der Apostel Paulus bezeugt:
