Eine wahre Bekehrung

Wenn es auch bei den Augustinern ein eigenes Fest der Bekehrung des heiligen Augustinus gibt, so ist dieses Fest des Heiligen ein guter Grund, an seine so ergreifende Bekehrung zu denken. Sie liest sich immer wieder neu, ähnlich wie die tief bewegende Bekehrung des Heiligen Paulus. Deshalb lassen wir ihn heute selbst zu Wort kommen.

Für Augustinus bedeutete die Bekehrung, einen längeren Weg mit vielen Auseinandersetzungen zu gehen. Besonders schwierig war es für ihn, die Begierlichkeit des Fleisches zu überwinden.

Die folgenden Zeilen sind seinen “Bekenntnissen” entnommen (8. Buch, Kapitel XI und XII) und geben einen bewegenden Einblick in die entscheidenden Momente seiner Bekehrung.

“Zurück hielten mich die Nichtigkeiten und Eitelkeiten, meine alten Freundinnen. Sie zerrten mich am Mantel meines Fleisches und flüsterten mir zu: »Was, du willst uns verlassen? Von dem Augenblick an werden wir nicht mehr bei dir sein in Ewigkeit. Von dem Augenblick an wird dir dies und jenes nicht erlaubt sein in Ewigkeit«. Welche Bilder brachten sie mir vor die Seele in dem »dies und jenes«! Welche Bilder, o mein Gott! Deine Barmherzigkeit wende sie ab von der Seele deines Dieners! […]

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Themen des geistlichen Lebens: »Der Rosenkranz«  

Sehr bekannt ist in unserer katholischen Kirche das Rosenkranzgebet. Es gehört zu einer festen Größe im Leben der Gläubigen.

Was macht den Rosenkranz so wertvoll und warum wird er immer wieder zur Pflege und zum Wachstum des Lebens im Glauben empfohlen?

Leider hat der Rosenkranz in bestimmten Kreisen mit vielen Vorurteilen zu tun. Für manche Menschen erscheint er wie ein sinnloses Geplapper, für andere mag er mit unangenehmen Erinnerungen an frühere Zeiten verbunden sein, als man sich gezwungen sah, dieses Gebet in der Familie oder in der Kirche zu beten. Dieser Widerstand läßt sich jedoch überwinden, wenn man einen tieferen Einblick in den Sinn dieses Gebetes gewinnt.

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Themen des geistlichen Lebens: »Gebetsleiden« (II)  

Das Gebet gehört mit zu den Herrlichkeiten, die wir schon auf der Erde genießen können, denn es ist eine Leiter, auf der Gott zu uns niedersteigt und wir zu ihm aufsteigen. Doch auch im Gebetsleben sind wir nicht frei von den Mühen unseres irdischen Daseins und erleben Störungen aller Art, die Gott aber in seiner Weisheit in den Dienst nimmt.

Gestern hörten wir schon von einigen dieser sog. Gebetsleiden, mit denen es die Gläubigen zu tun bekommen. Heute führen wir das Thema zu Ende.

  • Widerwille gegen das Gebet:

Es kann bei einem intensiven Gebetsleben vorkommen, daß ein Widerwille aufkommt gegen das Gebet, gegen das Religiöse allgemein und gegen das Wort Gottes. Alles erscheint einem sinnlos! Das mag verschiedene Ursachen haben. Selbstverständlich ist auch der Teufel daran interessiert, uns von einem Wachstum auf dem geistlichen Weg abzubringen, und arbeitet mit Einflüsterungen daran, durch die er auf die Gefühle und Gedanken einwirken will. Der Widerwille kann aber auch aus unserer menschlichen Natur kommen, die sich gegen die Forderungen des Glaubens auflehnt und auf irgendeiner Ebene sagt: “Ich will nicht mehr!”

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Themen des geistlichen Lebens: »Gebetsleiden« (I)   

Aufgrund der außerordentlichen Bedeutung eines geregelten Gebetslebens folgen nun zunächst zwei Teile aus einer Serie über das Gebet aus dem Jahr 2024.

Wer sich ernsthaft auf den Weg des Gebets begibt, wer also nicht nur gelegentlich und bei besonderen Anlässen – beispielsweise in großer Not – betet, der wird merken, daß das Gebet ihn nicht immer einfach nur trägt, sondern daß es Leiden gibt, die das Gebet sogar anstrengend machen. Dies hat mit der Trägheit unserer menschlichen Natur zu tun, mit Reinigungsprozessen, aber natürlich auch mit verschiedenen Anfechtungen und Versuchungen, die uns leicht mutlos machen könnten. Es kann sogar so weit gehen, daß man geneigt ist, am Sinn des Gebets zu zweifeln, weil Gott einen scheinbar nicht erhört und das Gebet so gut wie keine Freude macht. Die Seele ist in Gefahr, den »mühseligen Umgang« mit Gott wieder aufzugeben.

Zunächst sei gesagt, daß sich der Mensch an das Gebet gewöhnen muß. Zwar gibt es Phasen, in denen es uns leichtfällt, weil wir Freude daran haben, »nach Hause« zu kommen, und weil wir mit religiösen Gefühlen beschenkt werden, welche uns beglücken. Doch langfristig gesehen braucht es Disziplin und Durchhaltevermögen, um ein regelmäßiges Gebetsleben zu führen. Wie immer gibt es Ausnahmen. Manchen Menschen fällt das Gebet leicht. Doch die Regel dürfte eher das zuvor Erwähnte sein.

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Unerschrocken das Evangelium verkünden

Joh 1,45-51

Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazareth, der Sohn Josefs. Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazareth? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Nathanael fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Nathanael antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, daß ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

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Gottes Weisheit in allem

Röm 11,33-35

O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!  Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?  Wer hat ihm etwas gegeben, sodaß Gott ihm etwas zurückgeben müßte?  Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Dieser Ausruf kommt aus dem Herzen und dem Geist des Heiligen Paulus, welcher die wunderbaren Führungen Gottes erkennt, trotz der Widerstände des Volkes Israel. Ihm ist eine große Erkenntnis Gottes geschenkt, und aus seinen eigenen Worten wissen wir, daß Gott ihm sogar ein bestimmtes Leiden gelassen hat, damit er sich wegen seiner hohen Erkenntnisse nicht überhebe (vgl. 2 Kor 12,7).

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Die Schule der Demut

Mt 23,1-12

In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

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