Die Habgier bekämpfen

Download MP3

Download PDF

Lk 12,13-21

 Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, daß ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluß lebt. Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.

Weiterlesen

Einschub: Missionsreise Mexiko und USA

Download MP3

Download PDF

Liebe Leser unserer täglichen Meditationen,

heute möchte ich das gewohnte Muster durchbrechen und von unserer gerade beendeten Mission in Mexiko und USA berichten. Wir wissen, daß viele Menschen für uns beten und so unseren Weg aktiv begleiten und sind dafür sehr dankbar. Zu wissen, daß Menschen hinter unserer Mission stehen, ist für uns ungemein wertvoll. Deshalb wollen wir sie auch ein wenig über alles auf dem Laufenden halten.

Zunächst noch ein Dank für das Gebet für Ecuador gegen die Gewalt mit der Bitte, es weiterzuführen. In Ecuador hat sich die dramatische Situation gewendet und durch Verhandlungen wurde ein politischer Kompromiß erreicht, der zunächst wieder mehr Ruhe herstellte und die Menschen ihre Arbeit aufnehmen konnten, das Leben sich wieder zu normalisieren begann.

Nun zu den Missionsreisen: Warum unternehmen wir sie?

Zunächst ist dies ein Auftrag des Herrn, dem wir einfach dienen. Das ist das Entscheidende, denn Mission bedeutet, von Gott gesendet zu sein. Es ist nicht etwas, was man sich selbst ausdenkt und vorstellt, sondern was im geistlichen Gehorsam vollzogen wird. Dem Herrn sind wir in erster Linie verantwortlich, und auf Gott verlassen wir uns auch in allen Lebenslagen. Wohin der Herr ruft, dorthin gehen wir. So ist es jedenfalls unser Wille.

Die Missionsreisen in das Land der Muttergottes von Guadalupe geschehen nun seit einige Jahre. Zunächst ging es darum, daß wir mit dem Gebet „Quebrar la vara del violento“ nach Mexiko kamen und viele Menschen in den Pfarreien einluden, mit uns gegen die Gewalt anzubeten. Das war in der ersten Zeit die primäre Aufgabe, und wir können sagen, daß dies für viele Mexikaner ein Zeichen der Hoffnung war.

Der Chor “Harpa Dei” begleitete mit dem Gesang die heiligen Messen. Dann kamen immer mehr auch die sog. heiligen Stunden hinzu und auch Konzerte. In Mexiko kommt es oft vor, daß nach der heiligen Messe noch das Allerheiligste ausgesetzt wird, und die Priester baten uns zunehmend, eine solche Heilige Stunde mit Gesang und dann auch mit unseren Meditationen zu gestalten. Das war ein sehr schöner Dienst und „Harpa Dei“ entfaltete das Repertoire ihrer geistlichen Gesänge auch über die Gregorianik hinaus, die wir hauptsächlich in der heiligen Messe singen.

Mit zunehmender Vertrautheit mit den Mexikanern, die uns wunderbar aufnahmen, großzügig unterstützten und insbesondere die Botschaft, welche und der Herr anvertraut hatte, bereitwillig hörten, entfaltete sich die Mission zusehends. Jetzt kamen Vorträge und Exerzitien hinzu, so daß sich nun auch das Wort noch mehr ausbreitete.

Jetzt im Jahr 2019 waren wir über zwei Monate in Mexiko und reisten wiederum durch viele Staaten, begegneten vielen Menschen, trafen Gemeinschaften und hatten fruchtbare Kontakte mit Priestern. Mexiko bleibt für uns ein Land der Wahl Gottes, und in diesem Sinn sind wir auch in diesem Land zuhause.

Die anschließende Reise in die USA war nur für eine kürzere Periode gedacht. Die Menschen kannten uns dort noch nicht und diesmal waren wir – anders als bei unserem ersten Besuch in Houston – mehr bei weißen Amerikanern und nicht bei den Latinos. Deshalb stand zunächst die heilige Musik ganz im Vordergund. Wir wußten, daß die Gläubigen “Harpa Dei” nur einmal hören müssen, denn viele Menschen können sich die sublime Schönheit dieser Musik gar nicht vorstellen. Als sie dann “Harpa Dei” hörten, öffneten sich die Türen weit, und entsprechende Einladungen folgten. So betrachteten wir den Aufenthalt in den USA als eine Eröffnung für weitere Dienste in diesem Land. Wir wurden in unserer Ansicht bestätigt – wie wir es auch schon in Jerusalem erlebten – daß die Amerikaner sehr offen für die heilige Musik sind. Deshalb wird uns die Mission schon bald wieder in dieses große Land führen! Auch hier begegneten wir sehr großzügigen Menschen, die uns bereitwillig unterstützten.

Was ist nun der Kern dessen, was wir an die Menschen weitergeben?

Die heilige Musik:

Das schönste Wort, welches ich bis jetzt über diese Musik gehört habe, stammt von der heiligen Hildegard von Bingen. Sie sagte, daß die (sakrale) Musik noch die letzte Erinnerung an das Paradies sei. Ich glaube, dies ist die Erfahrung, welche die Menschen machen, wenn sie die Gesänge der Harpas hören. Wir haben überragende Zeugnisse erhalten, die dieses Wort bestätigen: Eine Erinnerung an das Paradies und eine Vorausschau auf die Zeit nach dem Tod, wenn wir in der Ewigkeit mit Gott vereint sein werden. Die Seele erkennt diese Musik und antwortet auf sie.

Hinzu kommt, daß mit der „música sacra“, besonders auch in der Heiligen Messe, die Menschen mit der geheiligten Tradition der Kirche in Berührung kommmen, die heute immer mehr vernachlässigt wird. Diese Musik ist ein besonderes Geschenk des Heiligen Geistes, und sie ist in gewisser Weise unvergleichlich. Mit der Gregorianik kommen die Jahrhunderte der Kirche; sie verbindet uns mit der frühen Kirche und mit all den Jahrhunderten, in denen die Gregorianik überall erklang, besonders auch in den Klöstern.

Die Gregorianik gehört zur wesentlichen Identität der Kirche, und indem “Harpa Dei” in den Heiligen Messen mit der ihnen eigenen Weise die Schönheit der Gesänge gegenwärtig setzen, erinnern wir die Kirche in gewisser Weise an sich selbst, an den Reichtum ihrer von Gott anvertrauten geistlichen Schätze. So verstehen wir die heilige Musik als einen Dienst zur Verherrlichung Gottes und einen Dienst an der Kirche.

Der Dienst am Wort:

Er geschieht durch die Meditationen wärend der heiligen Stunde, der eucharistischen Anbetung, durch die Vorträge und Exerzitien. Immer ist die Ausgangsbasis die authentische Lehre der Kirche – ohne Relativierungen und Modernismen. Die geistliche Lehre der Nachfolge des Herrn braucht diese klare Ausgangsbasis, damit der innere Weg in Übereinstimmung mit der Lehre steht. So wie eine gesunde pastorale Praxis nur in Übereinstimmung mit der rechten Lehre geschehen kann, wenn sie nicht Irritationen erfahren will, so ist es auch mit der geistlichen Lehre.

Wir versuchen also den Menschen gute Nahrung zu reichen und merken ihre Dankbarkeit dafür. Sie vertrauen dem, was wir ihnen sagen, und es stärkt ihre katholische Identität. Denn auch die Vergegenwärtigung der rechten Lehre, die wie reines Wasser ist, sowie eine klare geistliche Lehre verweisen ebenfalls auf die Schätze unserer Kirche, die Gott sei Dank, noch nicht völlig versiegt sind.

In der Folge weisen wir sie dann auf die täglichen Meditationen hin und viele Menschen nehmen das Angebot gerne an. So kann das auch auf die Ferne weitergeführt werden, was durch unser Kommen eingestiftet wurde.

Unser Zeugnis:

Wir hoffen, durch unseren Dienst den Menschen auch ein Zeugnis von einem Leben im Herrn geben zu können. Das wird uns oft bestätigt und es erfreut uns sehr, denn wir sollten ja ein Wohlgeruch Christi sein.

Das mag als ein kurzer Eindruck genügen. Wir schauen mit großer Dankbarkeit auf den Herrn und auch auf die vielen Menschen, die wir erreichen konnten und die uns täglich zuhören.

Wir bitten herzlich weiter um Euer Gebet, um weitere fruchtbare Missionen nach dem Willen des Herrn durchführen zu können, wohin er uns auch immer rufen mag!

Zunächst kommt jedoch die Mission „nach Hause“ ins Heilige Land, in dem alle Mission ihren Ursprung hat. Wir nehmen dorthin all jene Menschen mit, die wir getroffen haben, die uns täglich zuhören und schließen sie an den Heiligen Stätten in unser Gebet ein. Wir leben schon in der Vorfreude und werden – so Gott will und wir leben – bald wieder in der Heiligen Stadt sein: In der Stadt des großen Königs.

Der Heilige Geist als Schlüssel

Download MP3

Download PDF

Lk 12,8-12                   

 Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben.

Weiterlesen

Das Evangelium nicht verfälschen lassen

Fest des Evangelisten Lukas

Download MP3

Download PDF

Lk 10,1-9

 In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe!

Weiterlesen

Die Heimat ist im Himmel

Download MP3

Download PDF

Gedenktag des Heiligen Ignatius, Märtyrer

Phil 3,17-4,1

 Ahmt auch ihr mich nach, Brüder, und achtet auf jene, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt. Denn viele – von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche – leben als Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch; ihr Ruhm besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn. Unsere Heimat aber ist im Himmel.

Weiterlesen

Wachheit für unseren Weg der Nachfolge Christi

Download MP3

Download PDF

Röm 2,1-11

 Du bist unentschuldbar – wer du auch bist, Mensch -, wenn du richtest. Denn worin du den andern richtest, darin verurteilst du dich selber, da du, der Richtende, dasselbe tust. Wir wissen aber, dass Gottes Gericht über alle, die solche Dinge tun, der Wahrheit entspricht. Meinst du etwa, du könntest dem Gericht Gottes entrinnen, wenn du die richtest, die solche Dinge tun, und dasselbe tust wie sie?

Weiterlesen

Wege der Reinigung

Gedenktag der Heiligen Teresa von Avila

Download MP3

Download PDF

Joh 15,1-8

 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Weiterlesen

Das Zeichen des Herrn und seiner Kirche

Download MP3

Download PDF

Lk 11,29-38

 In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.

Weiterlesen

Wahre Treue

Download MP3

Download PDF

2 Tim 2,8-13

 Denke an Jesus Christus, auferweckt von den Toten aus Davids Geschlecht, gemäß meinem Evangelium, um dessentwillen ich leide bis hin zu den Fesseln wie ein Verbrecher; aber das Wort Gottes ist nicht gefesselt. Deshalb erdulde ich alles um der Auserwählten willen damit auch sie das Heil in Christus Jesus erlangen mit ewiger Herrlichkeit.

Weiterlesen

Gebet für die Völker

Download MP3

Download PDF

Joel 4,12-21

 Die Völker sollen aufbrechen und heraufziehen zum Tal Joschafat. Denn dort will ich zu Gericht sitzen über alle Völker ringsum. Schwingt die Sichel; denn die Ernte ist reif. Kommt, tretet die Kelter; denn sie ist voll, die Tröge fließen über. Denn ihre Bosheit ist groß. Getöse und Getümmel herrscht im Tal der Entscheidung; denn der Tag des Herrn ist nahe im Tal der Entscheidung.

Weiterlesen