Die Tugend der Gerechtigkeit

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Hl. Thomas von Aquin:

„Die Gerechtigkeit ist der dauernde und beharrliche Wille,

jedem sein Recht zukommen zu lassen.“

Diese einfache Definition stellt die Grundlage der Praxis dieser Tugend dar. Sie bezieht sich zuerst auf Gott – denn nichts ist gerechter, als Gott den Kult zukommen zu lassen, der ihm als Schöpfer und Vater gebührt: Anbetung, Ehre, Ruhm, Dankbarkeit, treue Beobachtung seiner Gebote, demütiger und hingegebener Dienst, Vertrauen!

Es ist objektiv die höchste Ungerechtigkeit, all dies nicht zu tun, selbst wenn wir ansonsten versuchen Gerechtigkeit den anderen Menschen gegenüber zu praktizieren – die Rechte des Nächsten zu achten, die unterschiedlichen Pflichten gegen ihn zu erfüllen.

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Die Tugend der Klugheit, Teil 2

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„Seid klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben“ (Mt 10,16)

Wir haben die Tugend der Klugheit als von Gott geschenkte Gabe kennengelernt, welche in uns gepflegt werden soll, damit wir die rechten Entscheidungen treffen und sie auch klug und mit den geeigneten Mitteln durchführen!

Da die Klugheit auf das Gute ausgerichtet ist, darf sie nicht etwa mit Schlauheit oder einer gewissen Gerissenheit verwechselt werden. Das ist sicher ein Grund, warum der Herr die Klugheit der Schlangen zusammen mit der Arglosigkeit der Tauben nennt. Die Schlauheit fragt nicht nach dem objektiven Gut und dem Wert der Dinge und strebt diese an, sondern sie versucht, alle Umstände für sich in Anspruch zu nehmen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Mit der Schläue können sich – je nach chrarakterlicher Veranlagung – leicht auch Hinterlist und Täuschung, Unredlichkeit und andere Untugenden verbinden, welche weit von der Tugend der Klugheit entfernt sind.

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Die Tugend der Klugheit, Teil 1

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„Der Herr ist es, der Weisheit verleiht und aus seinem Munde kommen Klugheit und Weisheit“ (Spr. 2.6)

Die Tugend der Klugheit wird als Lenkerin der Tugenden verstanden, denn sie hilft uns, die jeweiligen Tugenden klug und besonnen anzuwenden! Wir lernen, die Dinge angemessen zu beurteilen, und auf welche Weise wir sie dann in rechter Weise verwirklichen!

Wenn wir auf die Betrachtung der bisherigen Kardinaltugenden zurückschauen, sowie auf die Askese der Gedanken, ist es die Klugheit, welche uns hilft, alles in besonnener Weise zu tun!

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Die Askese der Gedanken, Teil 2

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Gestern haben wir uns darauf konzentriert zu vermitteln, daß die Askese der Gedanken sehr wichtig ist, damit wir Herrschaft über unsere Denkvorgänge gewinnen und selbst entscheiden, welche Aufmerksamkeit wir welchen Gedanken zuwenden. Dabei nahmen wir besonders die bösen Gedanken in den Blick, mit denen wir entschieden umzugehen haben, damit sie sich nicht ausbreiten!

Es sind aber nicht nur die bösen Gedanken, welche uns bedrängen und uns auch die Freiheit rauben wollen. Noch mehr sind es die unnützen Gedanken, der zu lange Aufenthalt in der Oberflächlichkeit des Seins, das Aufnehmen unwichtiger Nachrichten, das flüchtige Lesen von dem, was die Welt uns anzubieten hat, besonders in der heutigen Diktatur des Lärms und der sinnlichen Eindrücke, welche sich über die Medienwelt mitteilt.

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Die Askese der Gedanken, Teil 1

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„Verkehrte Gedanken trennen von Gott!“ (Weish 1,3)

Mit der Tugend der Mäßigkeit versuchen wir, die sinnlichen Neigungen, welche Disharmonie in unserem Leben hervorrufen, mit der Hilfe Gottes zu ordnen. Dabei fällt der Askese der Gedanken eine wesentliche Aufgabe zu, damit wir auch die Herrschaft über unsere Gedanken gewinnen und ihnen nicht einfach wehrlos ausgeliefert sind.

Wie bei allen asketischen Übungen ist es wichtig, sich den tieferen Sinn dieser Bemühungen vor Augen zu halten. Es geht bei der Askese der Gedanken darum, daß wir aus der großen Zerstreutheit und gedanklichen Fremdbestimmung aufbrechen und unter der Führung des Heiligen Geistes eine weitgehende Herrschaft über unser Denken gewinnen. Da sich auch unser Denken aus Liebe zu Gott seinem Willen unterordnen möchte, ist die Frucht einer gelungenen asketischen Übung das Wachstum in der Liebe zu Gott, welche uns als Folge auch fähiger macht, die Menschen zu lieben.

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Die Tugend der Mäßigkeit (Temperantia)

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„Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die (sündigen) Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben (Römer 8,13).“

Die durch die Erbsünde bedingte Unordnung im Menschen soll durch die Gnade Gottes und durch unsere Mitwirkung wieder hergestellt werden! Die Auflehnung der Sinne und Leidenschaften gegen den Geist bedürfen der weisen Zügelung!

Wie wir gestern die Sexualkraft betrachteten, so ist auch die Aufnahme von Speise und Trank eine gute und lebenserhaltende Tätigkeit, die dem Menschen von seinem Schöpfer geben wurde, damit sie ihm diene! Alles, was der Herr geschaffen hat, trägt den Stempel seiner Gutheit und Liebe, und wir dürfen uns mit Dankbarkeit und Lobpreis daran erfreuen! Allerdings bedarf es des rechten Umgangs mit diesen guten Gaben Gottes, damit sie im Sinne der Vernunft gebraucht werden und nicht das Leben des Geistes beeinträchtigen!

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Askese und geistlicher Kampf, Teil 1

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Mit den Bemühungen um die Tugend der Tapferkeit und der Bereitschaft, sich ganz von Gott formen zu lassen, haben wir gute Voraussetzungen, die vollzogene existenzielle Umkehr nun auch konkret in einen intensiven Weg der Nachfolge Christi einmünden zu lassen.

Es ist normalerweise ein langer Weg, der vor uns liegt, wenn Gott für uns ein Leben mit einem natürlichen Ende vorgesehen hat. Deshalb werden wir auch noch andere Tugenden und Früchte des Geistes betrachten, damit wir das, was Gott uns als ständige Hilfe auf dem Weg anbietet, in die Nachfolge des Herrn integrieren.

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Die Tugend der Tapferkeit

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Nachdem wir einen Einblick in das Wesen der existenziellen Umkehr bekommen und gesehen haben, daß wir eine Veränderungsbereitschaft brauchen, um den Weg der Heiligkeit beschreiten zu können und so auf die Liebe Christi die rechte Antwort zu geben, werfen wir heute einen Blick auf die Tugenden!

Wir kennen die sog. Kardinaltugenden: die Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und das Maß!

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Existenzielle Umkehr, Teil 2

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Gestern haben wir begonnen, erste Aspekte einer existenziellen Umkehr zu betrachten!

Es handelt sich um eine ganze Umkehr, eine grundsätzliche Entscheidung, sich Gott ganz zu schenken und auf seine Liebe zu antworten! Sie ist also nicht das Erblühen einer ersten zarten Liebe zu Gott, eines beginnenden Erkennens der Güte Gottes, die zur Umkehr rufen. Sie ist auch nicht eine noch unentschiedene, wankende Haltung, ob man den Glauben für sich verbindlich annehmen soll oder nicht! Auch ist sie nicht eine einfach traditionelle Verbundenheit mit Jesus, ohne eine Entscheidung getroffen zu haben, ihm in allem zu folgen, also seine konkrete Nachfolge anzutreten!

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Existenzielle Umkehr

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Der Ruf zur Umkehr erklingt in der ganzen Heiligen Schrift!

Er entspringt der sorgenden Liebe Gottes, daß der Mensch sein Leben nicht im Einklang mit ihm vollzieht und daher den Sinn seines Daseins nicht erfaßt! Dabei verschweigt die Schrift nicht, daß der Mensch sogar sein Ewiges Ziel nicht erreichen und für immer verlorengehen kann!

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